Eier suchen auf Fehmarn

Trotz fetter Erkältung sind wir in den Kur(z)Urlaub nach Fehmarn gestartet. Die Wettervorhersage war zwar nicht grade ermunternd, aber eigentlich gibt es ja kein schlechtes Wetter. 

Viel brauchen wir ja nicht für die paar Tage, so ist die Zora schnell gepackt. Beim Stellplatz fällt die Wahl auf StrandCamping Wallnau, weil der Platz so günstig an einem Trail aus Geocaches liegt. Der Platz ist riesig, aber es scheint ganz nett zu sein. Im Sommer möchte ich hier aber wahrscheinlich lieber nicht sein. Und mit diesen seltsamen Campinglatz-Regeln muss man auch irgendwie klarkommen.

  
Angekommen und kurz eingerichtet geht es gleich erstmal an den Strand zum Begrüssungspicknik. Leider ist es doch recht frisch, so dass wir nicht allzu lang bleiben. Wir gehen früh – echt früh – nämlich gegen halb 9 zu Bett, schlafen 12 Stunden und sind am nächsten Tag voller Energie. Leider sieht es draußen so aus:

  
OK, wenn man zu Fuß geht wird man vielleicht nicht so doll nass wie auf dem Fahrrad. Also geht es heute erstmal immer an der Küste entlang Richtung Flügge zum Jimmy Hendrix Gedächtnisstein. Da haben wir seit 2008 noch eine Rechnung mit einem Cache offen.

  
Leider wird Dimi dienstlich telefonisch belästigt, aber nach gründlicher Trüffelschweinarbeit stoße ich bald auf das Versteck. War eigentlich garnicht so schwer 😉 Wir gehen noch ein bisschen Richtung Leuchtturm, aber wegen des Bereitschafseinsatzes und des Regens machen wir uns bald auf den Weg „nach Hause“. Den Rest  des Tages verbringen wir gemütlich in unserer Wohnhöhle.

Am OstersamstagMorgen lacht uns die Sonne. Heute wollen wir dann auch endlich auf den EX-Trail, zumindest eine Hälfte davon. Die Strecke ist schön, Sonne scheint -das pure Vergnügen! Wir treffen nicht viele andere Cacher unterwegs, aber 2mal treffen Bekannte. 

  

Mit Nicky verabreden wir uns für den Abend für das Osterfeuer bei uns am Campingplatz. Der Trail ist leider kein Rundkurs und der Rückweg ohne Dose bei Gegenwind macht mir ziemlich zu schaffen. Etwas kaputt kommen wir wieder am Campingplatz an und freuen uns über die Gratisduschen. Achjaaa und spontanes Angrillen gibt es auch noch.

  
Das ist allerdings schon das Osterfeuer. Ich war bestimmt vor 20 Jahren das letzte Mal bei einem Osterfeuer, es hat sich nix geändert, es ist immer noch trostlos, gibt Bier und Bratwurst. Brauch ich dann erst in 20 Jahren gucken, ob sich was geändert hat.

Für Ostersonntag ist wieder Regen angesagt und der kommt dann auch. Wir verwerfen die Idee, Teil 2 vom EX-Trail abzuradeln, macht im Regen bestimmt kein Spaß. Stattdessen wollen wir nach Puttgarden fahren und als Fußgänger mit der Fähre nach Dänemark übersetzen. Also alles feströdeln und Zora reisefähig machen. Durch die Umstellung auf die doofe Sommerzeit sind wir aber irgendwie später dran, als wir dachten und stehen vor der verschlossenen Schranke, als wir den Campingplatz verlassen wollen – Camperknast: You Clan checkout any Time you want but you can never leave. Angefressen fahren wir zum Stellplatz zurück und müssen uns Plan C ausdenken. Nagut machen wir den EX-Trail Teil 2 zu Fuß halt so weit wie wir kommen und Lust haben.

  
Es wird nass, sehr nass, aber wir sind so im Flow, dass wir das Aufhören und Umdrehen vergessen und den Trail komplett beenden. Auch der Heimweg ist wunderschön auf dem Deich durch das Naturschutzgebiet Wallnau. Leider hat sich mein Telefon unterwegs verabschiedet und so habe ich davon leider keine Fotos. Zum Abendessen gibt es Lachs und Rührei mit Schafskäse und einen tollen Sonnenuntergang.

  
Am Ostermontag heißt es leider Abschiednehmen. Schön war’s.

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