Firenze

Siena hat uns gut gefallen, mal sehen wie es in Florenz wird. Nach der üblichen Verstau- und Entsorgungsprozedur sind wir bereit für die Straße. Heute hält der Weg keine Besonderheiten für uns bereit und es ist auch nicht sehr weit. So lassen wir uns Zeit und cruisen entspannt Richtung Florenz. Das Navi ist noch auf Maut-Straße vermeiden eingestellt, so bekommen wir die landschaftlich interessante Route angeboten.

In Florenz wollte ich eigentlich den neueren Camping-Stellplatz „Camping Firenze“ anpeilen, aber alle Reiseführer rieten uns zum Campingplatz „Michelangelo“, der hätte eine tolle Aussicht auf die Stadt und liegt so zentral. Also auf ins Abenteuer, Getümmel, Umweltzone. Nachdem wir in Siena ja schon von Frau Garmin durch die Zona Traffico Limitado navigiert wurden, lasen wir diesmal aufmerksam alle Schilder am Wegesrand. „Das Ziel liegt in einer Umweltzone“ Was auch immer das heissen mag. Zora ist ja umweltfreundlich, aber ob das auch italienisch umweltfreundlich ist? Man weiss es nicht. Wir konnten keine besonderen Verbote anhand der Schilder feststellen, wäre ja auch etwas schwachsinnig, ausgerechnet die Zufahrt zum Campingplatz für Wohnmobile zu blockieren, aber Italiener sind ja zu allem fähig.

Bei der Anfahrt zum Camping Michelangelo passieren wir die … von Ooohs und Aaaahs begleitet, denn hier hat man eine tolle Aussicht über die Stadt. Der Campingplatz allerdings bleibt erstmal unauffindbar. Das letzte entscheidende Hinweisschild fehlt wohl mal wieder. Wir wenden bei nächster Gelegenheit und fahren gaaaanz langsam zurück und entdecken letztendlich die versteckte Abzweigung und stehen vor verschlossenen Gittern. Zu, dicht, finito. „Wir sind vorübergehend geschlossen, bitte benutzen sie den superschicken neuen Campingplatz Camping Firenze“ Wollte ich ja gleich hin. Nagut, Navi neu programmiert und weiter geht’s. Ist ja nicht weit. Der Camping ist eine echte Überraschung. Grösser als erwartet, alles neu, sogar kostenlose Waschmaschinen. Die Stellplätze grosszügig, leider alle schief, mit eigenem Wasseranschluss. Wir dürfen selbst aussuchen und entscheiden uns für einen Platz am Rand mit toller Aussicht.

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Irgendwie ist uns heute nach chillen, so geniessen wir einfach den Platz und die Sonne. Kurz vor Abend raffen wir uns noch zu einem kleinen Spaziergang in die Umgebung auf, um zu erkunden, wie man mit dem Rad in die Stadt kommt. Dabei entdecken wir, dass nah am Platz vorbei der Arno mit einer gar lieblichen Flusslandschaft fliesst.

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Abends gab es dann die tolle Creative Camping Küche Mahlzeit, den Torturger. In Ermangelung von Brötchen habe ich als Beilage zu den Burgern einfach Tortellini mit Tomatensauce gekocht. Hat auch lecker geschmeckt.img_8331

 

 

 

 

 

Der nächste Tag beginnt mit Regen. hm. Nagut egal, trotzdem aufraffen, duschen und los. Aber nicht mit dem Fahrrad, wäre doof, den ganzen Tag durchnässt durch die Stadt zu laufen. Aber auch hier gibt es eine Bushaltestelle und Tickets für 1,20€ die Strecke. So taten wir dann. Fahrpläne haben auch hier wohl nur beratende Funktion, aber irgendwann kam tatsächlich ein Bus. Irgendwie war aber wohl die übliche Strecke gesperrt, trotzdem landeten wir an der Piazza San Marco, die liegt ja relativ zentral. Von hier starteten wir unser übliches Sight-Seeing Prozedere von Geocache zu Geocache. Und es wurde ein toller Tag.

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Abendessen gab es in der Fiaschetteria Nuovole, eine Empfehlung von Freunden. Ein Geocache vor der Tür ist der Laden garnicht zu verfehlen. Man ahnt garnicht, dass es geräumige Kellerräume gibt, in denen man vortrefflich lokale Spezialitäten geniessen kann. Was wir dann auch tun. Wir schwatzen noch ein wenig mit der Besitzerin, ihr Vater ist Geocacher, und es wird eine nette Zeit, die uns auch wieder ein wenig mit den Restaurant-Preisen Italiens versöhnt.

 

 

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