Orléans

So langsam müssen wir uns mal wieder östlich Richtung Deutschland bewegen, wenn wir rechtzeitig zu unserem Date bei den Beelitz Heilstätten sein wollen. Ich weigere mich, das als Rückreise zu bezeichnen, das ist mir zu negativ. Sagen wir, es ist eine Weiterreise in eine andere Richtung.

Als Autobahn Verweigerer müssen wir auch für 300km Etappen großzügig Zeit einplanen. Aber erstens sieht man ohne Autobahn mehr und zweitens ist die Maut mit dem Wohnmobil schon recht happig. So führt uns die Route nach Orléans einen großen Teil der Strecke an der Loire entlang auf einer Straße auf dem Deich. Wir genießen tolle Ausblicke, sehen einige Schlösser. Besichtigen wollen wir sie aber nicht. Wir fahren ohnehin schon den ganzen Tag.

Schon bei unserem letzten Besuch hatte Orléans uns nicht wirklich willkommen geheißen, damals war es ein GeisterCampingplatz im nirgendwo:

Diesmal war es die Stellplatz Suche. Der camping municipal hat freundlicherweise am Vortag die Saison beendet, die anderen Campingplätze sind auch bereits geschlossen bzw. liegen uns zu weit außerhalb. Dann also Stellplatz. Hier listet von allen unseren Apps auch nur die ACSI App 2 Stellplätze jeweils ca. 3 km vom Zentrum. Der erste den wir anfahren liegt neben einer Schnellstraße und sieht auch sonst nicht sehr einladend aus, ein Grossparkplatz an einem Veranstaltungzentrum. Da sich kein Hinweis auf Wohnmobil Übernachtungsmöglickeit findet, die Einfahrten aber mittels grosser Tore verschlossen werden können, fahren wir lieber weiter.

Der zweite Platz sieht schon einladender aus. Auch hier kein Hinweis auf Wohnmobil Übernachtungsmöglichkeit, aber auch kein Verbotsschild, das nehmen wir mal als Einladung. Eine Entsorgungsstation gibt es auch, scheint aber nicht mehr zu funktionieren. Wir bleiben mit etwas mulmigem Gefühl und machen uns auf den Fussweg in die Altstadt von Orléans.

Bei unserer Rückkehr steht ein zweites Mobil am Platz. Das beruhigt uns. Es gibt noch leckere Burger zum Abendessen und dann krabbeln wir auch bald in unsere Schlafhöhle. Die Nacht ist ruhig, aber wieder ist es sehr kalt. Am Morgen werden wir mit einer wunderschönen Aussicht auf die Loire belohnt. Nach einem Käffchen am Flussufer machen wir uns dann auf die nächste Etappe unseres Abenteuers.

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